Het Bat
Ein alter Kai entlang der „ Maas “, an dem jahrhundertelang Schiffe anlegten und Güter be- und entladen wurden.
Entlang der Maas, am Rande der Altstadt, liegt „ Het Bat “. Heute ist es ein ruhiger Ort am Wasser mit Blick auf Wyck und die Sint-Servaas-Brücke. Jahrhundertelang sah es hier ganz anders aus. „ Het Bat “ war ein wichtiger Entladekai, an dem Schiffe mit ihrer Ladung anlegten.
Von der „ Maas “ in die Stadt
Die „ Maas “ war jahrhundertelang eine wichtige Transportroute für Güter. An der „ Het Bat “ herrschte daher ein reges Kommen und Gehen von Schiffen und Arbeitern. Dort wurden alle möglichen Güter be- und entladen, darunter Kohle aus der Umgebung von Lüttich.
Die Arbeit am Kai war schwer. Ladungen mussten von den Schiffen abgeladen und weiterbefördert werden. So war „ Het Bat “ lange Zeit ein Ort, an dem der Handel über die „ Maas “ und das tägliche Leben in Maastricht zusammenliefen.
Von „ Het Bat “ bis „Batteraof“
Der Name verrät noch heute etwas über die frühere Funktion dieses Ortes. „Bat“ ist ein südniederländisches Wort für einen Kai oder ein Ufer, das beispielsweise mit Holz befestigt wurde. Daher stammt der Name „ Het Bat “.
Auch das Maastrichter Wort „batteraof“ wird mit diesem Ort in Verbindung gebracht. Hier trugen Männer schwere Säcke mit Steinkohle aus Lüttich auf dem Rücken. Durch den Kohlenstaub wurden sie während der Arbeit schwarz, so schwarz wie Raben. Die Arbeiter von „ Het Bat “ galten zudem als kräftige, manchmal etwas wilde Kerle. Der Überlieferung zufolge wurde der Name „batteraof“ so mit diesen Arbeitern verbunden. Später wurde er in Maastricht auch zu einer Bezeichnung für ein ungezogenes oder freches Kind.
Vom Anlegeplatz zum Ort am Wasser
Die Schiffe, Kohlesäcke und Arbeiter sind aus dem Straßenbild verschwunden. Die „ Maas “ prägt Het Bat nach wie vor. Von der Kade aus liegt Wyck auf der anderen Seite, und weiter entfernt ist die Sint-Servaas-Brücke zu sehen.
An der „ Het Bat “ steht auch die Bronzestatue des Merkur, des römischen Gottes des Handels. Die Statue wurde 1982 hier aufgestellt und blickt in Richtung der „ Maas “. Damit fügt sie sich fast wie von selbst in diesen Ort ein. Wo heute vor allem der Blick über das Wasser auffällt, legten jahrhundertelang Schiffe an, um Waren zu laden und zu entladen.
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