Percée
Ein kleiner Platz an der Stationsstraat, benannt nach dem Durchbruch aus dem 19. Jahrhundert, der Wyck mit dem Bahnhof verband.
Mitten in der Stationsstraat liegt der kleine Platz, der „Percée“ genannt wird. Im Winter fällt er durch den meterhohen, beleuchteten Weihnachtsbaum besonders ins Auge. Der Name erzählt jedoch eine weitaus ältere Geschichte. „Percée“ bedeutet „Durchbruch“ und verweist auf den großen Wandel, den Wyck Ende des 19. Jahrhunderts durchlief.
Ein Durchbruch quer durch Wyck
Ab 1882 wurde quer durch die bestehende Bebauung von Wyck eine neue, gerade Verbindung angelegt. Dafür mussten Häuser weichen. Die neue Strecke verlief von der Altstadt in Richtung Bahn und verband so die Sint-Servaas-Brücke mit dem Bahnhofsgelände.
„Percée“ ist das französische Wort für eine solche Durchbruchstraße. Dieser Name blieb in Maastricht mit der langen Strecke durch Wyck verbunden. Die heutige Stationsstraat bildet einen wichtigen Teil dieser historischen Verbindung.
Ein neuer Zugang zu Maastricht
Die neue Straße sollte mehr sein als nur eine schnelle Verbindung zum Bahnhof. Sie wurde breit angelegt, mit Bäumen und stattlichen Gebäuden auf beiden Seiten. So entstand ein neues Tor zu Maastricht, das sich deutlich von den älteren, schmaleren Straßen von Wyck unterschied.
Der heutige Bahnhof Maastricht stand damals noch nicht. Er wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut. Er wurde genau in der Sichtlinie der „Percée“ errichtet. Daher führt die lange, gerade Strecke aus der Stadt heraus auch heute noch direkt auf das monumentale Bahnhofsgebäude zu.
Vom Stadtdurchbruch zum Weihnachtsbaum
Die Stationsstraat sieht heute ganz anders aus als Ende des 19. Jahrhunderts. Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Verkehr prägen mittlerweile einen Großteil des Straßenbildes, doch die breite, geradlinige Anordnung der alten „Percée“ ist nach wie vor deutlich erkennbar.
Auf dem kleinen Platz an der Stationsstraat steht in den Wintermonaten ein großer, geschmückter Weihnachtsbaum. Der Baum ist Teil der Lichterroute von „Magisches Maastricht“. So zieht gerade dieser kleine Abschnitt der viel längeren Percée jedes Jahr aufs Neue die Aufmerksamkeit auf sich.
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