Der Lütticher Perroen

Dieses Denkmal erinnert an die Lütticher Vergangenheit von Maastricht.


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Ein „Perroen“ ist ein mittelalterliches Denkmal, das als Zeichen der Autorität des Fürstbischofs von Lüttich diente, zu dessen Herrschaftsgebiet Maastricht teilweise gehörte. Perroens waren Orte, von denen aus in den wichtigsten Städten des Bistums offizielle Bekanntmachungen, Urteile und Hinrichtungen verkündet wurden. Da Maastricht nicht zu diesen wichtigsten Städten gehörte, hatte dieser Perroen möglicherweise eher eine symbolische als eine offizielle Funktion.

Die erste Erwähnung eines Podests auf dem Vrijthof stammt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Im Laufe der Jahrhunderte wurde dieser Podest mehrmals abgerissen und wieder aufgebaut. Das letzte Mal geschah dies im Jahr 1795, als die Franzosen den Podest entfernten. Das Denkmal, das Sie heute hier sehen, stammt aus dem Jahr 1955.

Was gibt es zu sehen?
Der Sockel des Denkmals besteht aus einer sechseckigen Erhöhung mit sechs Stufen aus Hartstein. Darauf stehen drei Löwen Wache. In der Mitte befindet sich eine runde Säule aus Hartstein, die von einer Tannenzapfenkrone mit einem darauf platzierten Kreuz gekrönt wird. Der Tannenzapfen war das Symbol für die Eintracht der wichtigsten Städte des Bistums, während das Kreuz auf die Macht der Fürstbischöfe verweist. Das gesamte Denkmal ist etwa 8,5 Meter hoch.

Über die Schöpfer
“ Der Maastrichter Architekt Jean Huysmans (1913–1974) entwarf
„De Luikse Perroen“. Er war bekannt für seinen innovativen Ansatz, bei dem er bildende Künstler bereits ab der Entwurfsphase in seine Projekte einbezog. Die Skulptur stammt von dem Maastrichter Jean Sondeijker (1909–1995), der in seiner Heimatstadt eine Ausbildung an der Mittelschule für Kunstgewerbe absolvierte. Dort wurde er vom Bildhauer Charles Vos unterrichtet. An verschiedenen Orten in Maastricht, aber auch in anderen Städten Limburgs, findet man Sondeijkers Werke im öffentlichen Raum.

Wissenswertes
Die Franzosen ersetzten den mittelalterlichen „Perroen“ im Jahr 1796 durch einen Freiheitsbaum. Die Pinienzapfen des ursprünglichen „Perroen“ befinden sich heute im Depot des Museums Bonnefanten.