Studium Generale: Die Werte des Wissens und des Vergessens
12. März
Ein anregender Vortrag von Wim Voermans über die Normen und Erwartungen im Zusammenhang mit Erinnern und Vergessen.
Das Vergessen ist kein Fehler in unserem System, sondern eine grundlegende Funktion des menschlichen Gehirns. Wir speichern nur Fragmente von dem, was wir erleben, und rekonstruieren Erinnerungen, wenn es nötig ist. Dieser Prozess ist zwangsläufig selektiv und fehleranfällig. Dennoch tolerieren wir die Vergesslichkeit anderer oft nur schlecht.
In der öffentlichen Debatte wurde der Begriff 'aktives Gedächtnis' weithin bekannt, als der ehemalige Premierminister Mark Rutte sich nicht an die Aussage 'position Omtzigt, function elsewhere' erinnern konnte. Seitdem symbolisiert der Begriff die dünne Trennlinie zwischen Vergessen, Verdrehen und sich vor der Verantwortung drücken.
In diesem Vortrag des Studium Generale untersucht Wim Voermans auf der Grundlage seines Buches Active Memory, welche Regeln und Normen wir rund um das Erinnern und Vergessen anwenden. Warum erwarten wir von den Menschen, dass sie alles aufzeichnen und nichts vergessen? Warum verknüpfen wir die Wahrheit so stark mit dem Gedächtnis? Und helfen diese hohen Erwartungen tatsächlich gegen das Verblassen und Vergessen?
Ein aktueller und nachdenklicher Abend über Erinnerung, Moral und öffentliche Verantwortung.
Preise
- Kostenlos
Wann
- Donnerstag, 12. März 2026 um 20:00 Uhr
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Maastricht Planen Sie Ihre Route zum Studium Generale: Die Normen und Werte des Erinnerns und Vergessens